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Geschrieben von: Volker Kude   
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Was ist Rudersport.....
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Die Mannschaft

In allen Booten sind alle Plätze im Boot vom Bug zum Heck durchnummeriert, das heißt der Bugmann sitzt immer auf Platz eins, der Schlagmann auf dem Platz mit der höchsten Nummer. In einigen Ländern (Frankreich) wird allerdings andersherum gezählt.

Neben diesen Plätzen haben bestimmte Mannschaftsmitglieder im Boot auch besondere Aufgaben:

  • Schlagmann

Der Schlagmann sitzt im Heck des Bootes, von der Mannschaft aus gesehen an der ersten Position. Er gibt die Schlagfrequenz vor, damit also die Zeitpunkte, zu denen die Skulls oder Riemen in das Wasser eingesetzt und herausgehoben werden. Die anderen Ruderer folgen seinen Bewegungen, damit möglichst gleichmäßig gerudert wird. Er hat damit auch die Aufgabe, eine möglichst konstante Schlagfrequenz zu halten und im Rennen den Start und die Spurts vorzugeben. Dabei ist für den Schlagmann ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl, sowie ein Sinn für die Bootsbewegungen unabdingbar. In den meisten Riemenrennbooten ohne Steuermann kann der Schlagmann über ein Fußsteuer, bei dem ein Schuh beweglich am Stemmbrett befestigt und mit Seilen verbunden ist, das Steuer am Heck des Bootes bewegen und dieses damit steuern.

  • Bugmann

Der Bugmann sitzt im Bug des Bootes und hat vor allem die Aufgabe, auf andere Boote vor dem eigenen zu achten, damit es keine Unfälle gibt. In Booten ohne Steuermann muss er sich von Zeit zu Zeit herumdrehen, um dem Schlagmann (der in diesem Fall auch der Steuermann ist) gegebenenfalls mitzuteilen, in welche Richtung das Boot gelenkt werden muss. Kleinere Korrekturen der Fahrtrichtung in Skullbooten kann der Bugmann durch stärkeren Druck auf einem Skull auch selbst korrigieren, in Riemenbooten ist dies natürlich nicht möglich. In einigen Gigbooten ist der Bugmann gleichzeitig der Steuermann. Mit seinem beweglichen Stemmbrett, das über Seile mit dem Steuer am Heck verbunden ist, steuert er das Boot. In weiten Teilen Österreichs und in den südlichen Bundesländern Deutschlands wird der Bugmann auch als Bugsau bezeichnet. Dieser Spitzname hat sich über Jahrzehnte in vielen Vereinen eingebürgert, und soll auf die doppelte Rolle des Bugmanns (Ruderer und Aufsichtsperson), und die damit größere Arbeitsleistung während der Ausfahrt hinweisen.

  • Steuermann
    • Beim Rennrudern haben einige Bootsgattungen einen Steuermann. Dies sind:
    • Zweier mit Steuermann
    • Vierer mit Steuermann
    • Doppelvierer mit Steuermann (Breitensportbereich)
    • Achter (immer mit Steuermann, deshalb wird hier der Hinweis weggelassen).

    Die Boote ohne Steuermann, manchmal falsch als ungesteuert bezeichnet, sind:

      • Einer (immer ohne Steuermann, daher auch hier kein Hinweis)
      • Zweier ohne Steuermann
      • Doppelzweier (siehe Einer)
      • Vierer ohne Steuermann
      • Doppelvierer (damit Steuermann nur im Breitensportbereich eingesetzt, entfällt auch hier im Rennbereich der Zusatz).

      Bei Gigbooten gibt es eine Vielzahl von Varianten. Manchmal wird auf stark strömenden Flüssen beim Zweier und Vierer auf den/die Steuermann/frau zugunsten eines weiteren Ruderers verzichtet.